Ideenwettbewerb

In den nächsten fünf Jahren sollen 15 neue Wohnprojekte in Westfalen-Lippe entstehen, die für etwa 10-15 Menschen mit Behinderung und vergleichsweise höherem Hilfebedarf ein selbstständiges Wohnen ermöglichen. Die SeWo plant und baut die neuen Immobilien in enger Abstimmung mit den ausgewählten Trägern. Die SeWo ist somit Investor und Vermieter, die Träger sind Anbieter der ambulanten Betreuung und können für zwei Jahre eine Förderung für eine Fachkraft für die Quartiers- und Teilhabegestaltung erhalten.

Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs möchten wir Träger und (Eltern-)Initiativen dazu aufrufen und motivieren, innovative Ideen für Wohnkonzepte für das Gebiet Westfalen-Lippe als Projektskizzen einzureichen.

Die Frist zur Einreichung von Projektskizzen ist abgelaufen, eine Beteiligung ist aktuell nicht mehr möglich!

Nähere Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier:

Ausschreibung Ideenwettbewerb (pdf)

Häufig gestellte Fragen/FAQ zum Ideenwettbewerb

Nein. Entscheidend ist die Zugehörigkeit zum Kreis der Leistungsberechtigten der Eingliederungshilfe – wir sind der Auffassung, dass beide Programmschwerpunkte für unterschiedliche Behinderungsformen sinnvoll sind bzw. im Bereich der technischen Unterstützung für bestimmte Bedarfe individualisiert werden können. Allerdings sollten vergleichsweise höhere Unterstützungsbedarfe vorhanden sein, die es bisher nicht ermöglichen, ein ambulant unterstütztes Wohnen zu realisieren.

Nein. Im Mittelpunkt steht zunächst eine gute Idee für ein innovatives Konzept. Die Konkretisierung des Neubaus und die Suche nach einem geeigneten Grundstück erfolgt im zweiten Schritt mit Unterstützung der SeWo. Allerdings: Sollten Sie in einer attraktiven, begehrten Lage ein Baugrundstück in Aussicht haben, kann dies neben anderen Beurteilungskriterien ein Pluspunkt bei der Bewertung der Projektskizze sein.

Nein. Wichtiger erscheint uns, zu beschreiben, für welche Bedarfe eine technische Unterstützung gesucht wird und sinnvoll erscheint. Die konkrete Ausgestaltung der technischen Unterstützung wird im zweiten Schritt nach der Auswahl der Projekte gemeinsam mit der SeWo erfolgen. Technik ist für uns dabei mehr als Smart-Home und hig-End-Lösungen. Wir fassen darunter alles, was Menschen ermöglicht, so selbstständig wie möglich zu leben und folgen dem Grundsatz: „so viel wie nötig – so wenig wie möglich“.

Jein. Natürlich können wir keine Luftschlösser konstruieren, sondern müssen im engen Dialog mit Sozialplanern und Hilfeplanern im Blick haben, dass die Finanzierung der Unterstützung der zukünftigen Mieter realistisch und realisierbar ist. Dennoch werden wir uns dabei auch für innovative und unkonventionelle Wege einsetzen, wenn sie uns fachlich sinnvoll erscheinen.

Ja, sehr gern. Die SeWo versteht sich als „Ideenschmiede“ für die Entwicklung und Erprobung innovativer Wohnkonzepte und bietet somit Gestaltungsspielräume, um unkonventionelle Wege zu gehen.

Das Programm bietet die Möglichkeit, für zwei Jahre eine Fachkraft zu finanzieren, die nicht bzw. nicht nur individuelle Unterstützungsleistungen für einzelne Mieter anbietet, sondern die Einbettung ins Quartier auf vielfältigen Ebenen gestaltet und organisiert, den Kontakt zur Nachbarschaft aufbaut, mit Mietern das Quartier erschließt, bürgerschaftliches Engagement aufgreift und fördert, Netzwerke zu anderen Anbietern der sozialen Landschaft herstellt, das Umfeld für Barrierefreiheit sensibilisiert, für Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit zuständig ist usw.. Anders gesagt: Eine zusätzliche Fachkraft kann mittelbare und indirekte Aufgaben übernehmen, für die sonst in der individuellen Arbeit wenig Zeit bleibt.

Nein. Die Baumaßnahmen werden im Rahmen der sozialen Wohnbauförderung realisiert und über das Programm bezuschusst. Die Kosten lassen sich erst im zweiten Schritt und nach Aushandlung der notwendigen technischen Unterstützung realistisch einschätzen und eignen sich bei der Beurteilung der Projektskizzen nicht als Vergleichskriterium, weil die Kosten in unterschiedlichen Regionen (und z. B. zwischen Stadt und Land) höchst unterschiedlich sind. 

Nein. Wir möchten Sie bitten, sich im Rahmen der fünf Seiten auf das konkret angedachte (Wohn)Projekt zu beschränken. Verzichten können Sie dafür auf theoretische Grundlagen, Information zu Ihnen als Träger, Hintergrundinformationen und Beschreibungen von Vorerfahrungen usw.. Wir suchen notwendige Hintergrundinformationen ggf. selber heraus oder setzen uns mit Ihnen in Verbindung, wenn Fragen offen sind.

Eine Jury, bestehend aus Fachleuten aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik wird über alle Projektskizzen beraten und gemeinsam mit dem Projektteam der SeWo entscheiden, welches Projekt mit den zur Verfügung stehenden Mitteln gefördert und umgesetzt werden kann. Die Beurteilungskriterien sind:

1. Ideen für die sozialräumliche Verankerung der Projekte im Quartier,
2. Bedarfe an Technikunterstützung, um auch Personen mit höheren Hilfebedarfen ein ambulant betreutes Wohnen zu ermöglichen,
3. Vielfalt, Partizipations- und Teilhabechancen der Zielgruppen,
4. Regionale Vielfalt (Projekte in städtischen und ländlichen Quartieren und Verteilung in gesamt Westfalen-Lippe).

Häufig gestellte Fragen als Druckversion (pdf-Dokument)

Häufige Fragen_FAQ.pdf

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